Mittwoch, 13. September 2017

Statisitk der RoosterTour

Nach 56 Tagen  (17.7. bis 10.9.2017 = 8 Wochen) auf See bzw. auf meinem Boot, bin ich nun wieder zurück.

Die mit 7/11 gefahrene Strecke des Törns beträgt dabei ~1042sm (1 Seemeile = 1852 Meter).

In der Zeit lief die Maschine 138h und hat mich dabei in Summe 650sm vorangebracht.
Dafür habe ich ungefähr 180 Liter Diesel verbraucht.
Gesegelt bin ich leider nur 392sm (die Meisten waren davon aber dafür intensiv :-)



Man kann die RoosterTour in 3 Abschnitte unterteilen:

1. Abschnitt von Kiel nach Nyköping (südlich von Stockholm / ~500sm) - single handed

2. Abschnitt von Nyköping durch den Götakanal / Trollhättekanal bis nach Göteborg (~274sm) - mit Familienbegleitung

3. Abschnitt von Göteborg nach Kiel (~269sm) - single handed

Was habe ich zuviel oder zuwenig mitgenommen?

Ihr erinnert Euch ja vielleicht noch an meine Mindmap, auf der ich alle Tätigkeiten und Dinge für die RoosterTour organisiert habe:


Was war davon zuviel/zuwenig oder unnötig?

1. Pyjama: 
Normalerweise schlafe ich in T-Shirt und Unterhose im Schlafsack, diesmal habe ich auf Schlafanzug und Bettdecke umgestellt, nächstes Mal würde ich mir einen Zweiten mitnehmen, falls einer gerade in der Wäsche ist.

2. Smartphone:
Hiervon war/bin ich doch sehr abhängig. Nächstes Mal nehme ich ein zweites Smartphone als Backup mit (Glücklicherweise konnte ich in Göteborg eines kaufen, als das Andere kaputt war).

3. 12V zu USB Ladeadapter:
Obwohl ich 3 Stück mit hatte, war nur das eine Markenprodukt verlässlich, hiervon würde ich mir noch zwei Stück mehr mitnehmen und die billig Teile entsorgen.

4. E-book Reader:
Das beste Unterhaltungsmedium auf meiner Fahrt, leider hatte ich nicht genügend Bücher "eingepackt". Hier würde ich mich beim nächsten Mal besser bevorraten. Gelesen habe ich ca. 6 Bücher.

5. Video Filme:
Ich habe unterwegs, als ich alleine war, keinen einzigen Film angesehen. Nur mit den Kindern habe ich zusammen Filme geguckt. Primär habe ich gelesen oder mal ein Hörspiel gehört (dabei schlafe ich dann immer ein ;-)

6. Insektenspray:
Insektenspray ist in Schweden normalerweise ein Muss, aufgrund der Jahreszeit und des Wetters hatte ich so gut wie keine Mücke und habe das Insektenspray nicht benötigt.

7. Wäschewaschschüssel/Waschmittel:
Die Wäschewaschschüssel habe ich nicht benötigt, ich habe ca. 4* Waschmaschine und Trockner in den Häfen genutzt. Es ist aber sinnvoll eine kleine Flasche flüssiges Waschmittel einzupacken. Auch die grosse blaue Ikeatasche, zum Transport von dreckiger und sauberer Wäsche, war sinnvoll.

8. Ersatzbatterien (AA/AAA):
Hatte ich viel zu viel mit. Gebraucht habe ich nur 2* AAA Batterien.

9. Alkohol/Wein/Bier:
Getrunken habe ich 2 von 6 Flaschen Capt'n Morgan, 1 von 2 Havanna Club, 1 von 2 Sailor Jerry, keinen Vodka, keinen Sma gra (Lakritzlilör).
So gesehen habe ich nur 4 von 14 Flaschen benötigt. Hier habe ich wohl zuviel gekauft.
Beim Wein habe ich die 2*3L Schläuche getrunken, aber die 4 Flaschen unangetastet gelassen.
Beim Bier sind fast 3 Paletten von den 7 Paletten über geblieben.

10. Softdrinks:
Die ACE Säfte haben gerade gereicht, ebenso das Wasser (hier habe ich nur wenige Flaschen nachgekauft). Cola habe ich bei Bedarf nachgekauft, hier hatte ich bewusst nicht zuviel gekauft, da ich Cola/Pepsi ja nur für den Rum benötige.

10. Eiswürfelbeutel:
Vier Boxen waren zuviel, 2 Boxen hätten auch gereicht.

11. Fünf Minuten Terrinen:
Hier waren 48 Stück auch zuviel, die Hälfte davon habe ich nicht benötigt.

12. Ravioli/Fischkonserve
Vom Ravioli hätte eine Dose gereicht (vier sind über geblieben) und diese Eine haben die Kinder gegessen.
Da ich unterwegs viel geräucherten Fisch gekauft habe, blieben meine Fischkonserven auch unangetastet.

13. Müsliriegel/Mini-Salami
Ich glaube die meisten Mini-Salamis hat mein Sohn gefuttert, auf jeden Fall sind sie alle geworden. Für mich alleine hätte wohl auch die Hälfte, 4 von 8 Paketen gereicht.
Ähnliches gilt auch für die Müsliriegel, nur das hier meine Tochter unterstützt hat.
Die zwei Pakete, die über geblieben sind, mochte sie nicht.
Also auch hier hätten wohl 4 von 8 Paketen gereicht.

14. Kreditkarte:
Ich hatte nur eine Kreditkarte mit. Wenn diese defekt oder verloren gegangen wäre, wäre das ein Problem geworden! Nächstes Mal noch eine zweite Kreditkarte als backup mitnehmen!

Ansonsten war die Aufstellung schon gar nicht so verkehrt :-)


Dienstag, 12. September 2017

Ein Sturm zieht auf...

Der Grund, warum ich vorzeitig nach Hause gekommen bin, ist das Wetter, denn die Vorhersage sieht recht unerfreulich aus:


Auch wenn 7/11sicher im angestammten Hafen festgemacht ist, habe ich vorsichtshalber noch die Sprayhood abgebaut, den Bimini und das Solarpanel entfernt, sowie einen zusätzlichen Fender ausgebracht und einige Festmacher verdoppelt:

Montag, 11. September 2017

Der Weg des dritten Abschnittes: Göteborg bis Kiel


Im Folgenden seht Ihr den Streckenverlauf des Weges von Göteborg nach Kiel (~269sm):



Göteborg nach Styrsö-Sandvik ~ 11sm


Styrsö-Sandvik nach Bua ~ 29sm


Bua nach Anholt ~ 39sm


Anholt nach Grenaa ~ 28sm


Grenaa nach Juelsminde ~ 54sm


Juelsminde nach Middelfart ~ 18,5sm


Middelfart nach Dyvik ~ 36sm


Dyvik nach Damp ~ 35sm


Damp nach Kiel-Stickenhörn ~ 18sm



Sonntag, 10. September 2017

Von Damp nach Stickenhörn

Heute morgen habe ich, nachdem ich mich um 7:00Uhr noch einmal umgedreht habe, doch tatsächlich bis 9:30Uhr geschlafen.
Nach dem Aufstehen bin ich dann gleich zum Bäcker und zum Hafenmeister, welcher gestern einfach nach 16:00 Uhr nicht mehr gekommen ist.
Das war eine grosse Ausnahme, genauso wie die Imbissbuden, die heute wieder aufgemacht haben.
Gestern hatten bei dem Regentag wohl alle keine so rechte Lust...
Um 11:00Uhr habe ich dann noch im Vorhafen die Segel gesetzt und habe Kurs Richtung Bülk gesetzt.
Bis dahin ging es mit doppelt gerefftem Groß und der Fock. In der Förde  musste ich dann das Groß ganz wegnehmen und bin dann nur unter Fock bis zum Falkensteiner Leuchtturm gekreuzt.

In Stickenhörn habe ich dann gegen 14:30Uhr festgemacht.

Meine wichtigste Festmacherleine am Steg hing wohl 8 Wochen im Wasser.

Gut, dass mir der freundliche Herr vom Nachbarboot mir diese herausgefischt hat. Danke!

Nun ist die RoosterTour zu Ende!

Ich werde natürlich noch ein wenig nachbereiten und entsprechende Posts nachschieben

Danke fürs Folgen!

Samstag, 9. September 2017

Von Dyvig nach Damp

Heute ging es früh los aus Dyvig, denn morgens war noch etwas Wind aus südwest, welcher zum Nachmittag einschlafen sollte.
Gesegelt bin ich nur zwei kleine Etappen. Einmal kurz nach der Dyvig das Stück Richtung Osten und von Sonderborg bis ~Kalkgrund. Danach hat es fast nur noch geregnet. In Sonderborg hatte ich mich an einer Dalbe festgeknotet und musste ca.40 Minuten auf die Öffnung der Brücke warten, welche tagsüber nur noch zur vollen Stunde öffnet.

Nun bin ich in Damp. Auch hier ist leider schon Sommerendestimmung und die Imbissbuden am Gasthafen waren geschlossen.
Dabei ist noch kalendarischer Sommer und Wochenende!

Einen Burger mit Bacon gab es im Vin's Diner für €8,50 (lange keine € mehr in der Hand gehabt).

Freitag, 8. September 2017

Dyvig

Ob des starken Windes von 6Bft in Böen gute 7Bft habe ich heute einen Hafentag in der nach allen Seiten super geschützten Dyvig gemacht.

Aber es gab viel zu tun und es war keine Zeit für ein Nickerchen :-(
(Renterstress?)

Es wurde mit Brötchen und Kaffee gefrühstückt, Wäsche gewaschen/getrocknet/verstaut, Bilder und Videos von allen Devices auf die externe Festplatte kopiert, ein Film geschnitten/produziert/veröffentlicht (das war schon fast ein halber Tag!), gekocht/gegessen, E-Motor in der Backskiste verstaut, Bimini eingepackt, gegrillt/gegessen/abgewaschen.
Nun schreibe ich den Blog und dann ist endlich Feierabend (20:30Uhr)...

Morgen soll es gegenan weitergehen...

Videos & Bilder zu Anholt

360° Bilder:

 360° Bilder von Anholt



Drohnenfilm:

VLOG & Entdeckerreise:




Donnerstag, 7. September 2017

Von Middelfart nach Dyvig

Durch ein wenig gut zu redens, via WhatsApp, hat mein Törnberater Timo mich überzeugt, um kurz nach 10:00Uhr abzulegen.
Vorhergesagt war NW 17-22kn Wind, später West drehend.
Es gab Phasen, da bin ich unter Vollzeug mit bis zu 7,2kn gesegelt, aber auch Phasen wo es nur mit 4,5kn voran ging.
Zum Schluss musste ich immer öfter reffen und entreffen.
Da ich i.d.R. ohne Landstrom lebe, musste der Wassergenerator das Loch von "verbrauchten" ca. 50Ah während des Segelns heute wieder stopfen. Kein Problem bei dem Speed, ich musste Ihn zwischendurch wieder aus dem Wasser holen, weil die Akkuspannung schon wieder bei 14,4V lag :-)
Der Kühlschrank  und vor allen Dingen das Notebook mit der Videobearbeitung waren die Übeltäter.
Die letzten Meilen waren dann Segeln pur.
Am Wind Kurs mit dem zweites Reff im Groß und die Fock draussen bei bis zu 22kn Wind. Da liessen sich in Böen Sonnenschüsse nur knapp vermeiden.
Na immerhin machte ich noch 6,5kn-7kn Fahrt.
Nun bin ich safe in der Dyvig und werde wohl morgen im Hafen bleiben müssen.
Macht nix, ich habe ja Zeit und es wird Zeit mal wieder zu entschleunigen :-)
Hier ist die deutsche Marine mit einigen kleineren und grösseren Segelbooten eingefallen. Es werden zwei Geburtstsge gefeiert und gegrillt. Dabei muss man zusehen, dass man noch 'ne Ecke vom Grill und im Zelt abbekommt. Hat aber geklappt.
Da gibt es wenigstens Struktur und Ordnung, vielleicht wäre das doch was für mich gewesen?

Mittwoch, 6. September 2017

Von Juelsminde nach Middelfart

Eigentlich war ich noch ganz geschafft vom gestrigen Tag und hatte mich auf einen Hafentag im schönen Juelsminde gefreut. Auch wollte ich mal wieder Wäsche waschen.
Das Wetter soll aber deutlich schlechter werden.
Allerdings war der Starkwind erst zum Nachmittag angekündigt, davor ist Schwachwind / Flaute angekündigt.
Bei Flaute zögere ich nicht lange und lege ab, um noch ein wenig Südwest zu machen.
Kurz vor 09:00Uhr ging es unter Motor los und gegen 12:45Uhr habe ich in Middelfart, im Sund festgemacht.
Zwischendurch hat es noch ausdauernd geregnet, gut das ich einen Bimini habe ;-)
Einzig der kräftige Gegenstrom, stellenweise bis zu 2kn! hat ein früheres Eintreffen verhindert.
Gleich zu Anfang habe ich 3 Seehunde gesehen! Dafür keinen Scheeinswal, was untypisch für diese Ecke ist.
Ich stelle mal eine gewagte Hypothese auf:
Die Seehunde fressen den Schweinis den Fisch weg. Und Freddy tötet die verbliebenen Schweinis...
Am Nachmittag habe ich weitere Fischprodukte beim "local fisherman" gekauft und an Bord verspeist.
Auch habe ich zwei Filme geschnitten, produziert und auf YouTube veröffentlicht :-)
Nun das Übliche...